Hinter den Kulissen des Swissalpine Irontrail

Adrian Rossi gibt uns mit diesem Bericht einen Einblick hinter die Kulissen des Swissalpine Irontrails 2018. Er ist OK Mitglied und gleichzeitig war er auch als Athlet unterwegs. Danke Adi für deinen Bericht.

Der Swissalpine Irontrail in Davos hat sich auf dieses Jahr hin grundlegend verändert. Die frühere Königsdisziplin K78 wurde durch den neuen T88 ersetzt und der Irontrail wurde vollständig in den Swissalpine integriert. Als externer OK-Berater durfte ich den ganzen Veränderungsprozess hin zum neunen Swissalpine Irontrail seit August vergangenen Jahres aktiv mitgestalten. Nachdem ich den Swissalpine sowie den Irontrail bereits diverse Male gefinished hatte, klappte es letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen leider nicht. Der Zufall wollte es jedoch, dass ich so am Event ins Gespräch mit dem Erfinder und OK-Chef des Swissalpine, Andrea Tuffli, kam. Aus einem kurzen Schwatz wurde ein längeres Gespräch in welchem wir über die Zukunft des Swissalpine sinnierten. Wir waren uns einig, dass der Swissalpine in der bisherigen Form im immer grösser werdenden Feld von ähnlichen Laufveranstaltungen einen schweren Stand haben würde, weshalb man sich auf dieses Jahr hin auf einige grundlegende Veränderungen eingelassen hat, welche bei den eingefleischten Swissalpine-Fans sicher nicht nur auf Begeisterung gestossen sind. Gerade auch als Swissalpine-Fan war und ist mir wichtig, dass es diesen wunderbaren Event mit einem ausgesprochen vielfältigen Angebot an Läufen für alle Stärkeklassen und Bedürfnisse auch in 10 oder 20 Jahren noch gibt. Denn die Laufberichte der crossfirecoaching-Athleten zeigen immer wieder: der Swissalpine macht einfach riesen Spass!
Quasi als Zückerli konnte ich dieses Jahr schliesslich auch noch den Nachtmarathon T39 von Bergün nach Davos laufen. Eigentlich hätte es der T127 sein sollen, die Gesundheit liess diesen Start jedoch nicht zu. Also nahm ich, ziemlich untrainiert zwar, die 39 Kilometer und 1989 Höhenmeter am Samstag 28. Juli pünktlich um 20.15h in Bergün unter die Füsse. Nach einem wunderbar inszenierten Start gings sogleich zügig Bergauf auf die Alp Darlux. Der strenge Aufstieg wurde mit einem wunderbaren coupierten Trail belohnt welcher bei einem eindrücklichen Sonnenuntergang gelaufen werden konnte. Nach einem kurzen Abstieg zur Alp digl Chant erfolgte anschliessend, auf bekannten Pfaden, der Aufstieg zur Keschhütte und zum Sertigpass, wo man von den Postenteams bereits von weit her mit Rufen angefeuert wurde. Der erste Teil des Abstiegs vom Sertigpass war in der Dunkelheit nicht ganz einfach zu laufen, da tief hängende Wolken die Sicht etwas beeinträchtigen und man so den Streckenverlauf im ehrer felsigen Gelände nicht optimal erkennen konnte. So galt es auf dieser Passage, nachdem man bis dahin recht zügig laufen konnte, das Tempo etwas zu drosseln um keinen Fehltritt oder gar Sturz zu riskieren. Mit abnehmender Höhne lichtete sich der Nebel dann jedoch und der Himmel klarte auf. in der Folge konnte man die wunderbaren Trails und den Weg hinunter zum letzten Verpflegungsposten im Sertig Dörfli wieder zügigeren Schrittes angehen. Nach einer letzten Stärkung um Mitternacht folgten die letzten coupierten 11 Kilometer nach Davos. Die einen lieben diese Strecke, die anderen hassen sie. Der Weg ist anspruchsvoll und zieht sich in die Länge, für meinen Geschmack ist der Trail aber sehr „flowig“ und man kann diesen wunderbar laufen und geniessen. Da übrigens noch zahlreiche Teilnehmende des T127 und T88 auf der Strecke unterwegs waren, war man nie alleine. Immer wieder ist man anderen Läuferinnen und Läufern begegnet und man hat sich gegenseitig durch die Nacht hindurch angefeuert – typisch Swissalpine halt. Nach 5:04.31,8 schliesslich überquerte ich im leider ziemlich leeren Stadion in Davos die Ziellinie als 8. des Overall-Klassements. Mein heimliches Ziel der Top-Ten konnte ich somit erreichen.
Mein Fazit: Die Neuausrichtung des Swissalpine Irontrail ist gut gestartet, wir werden nun die Verfeinerung des Konzeptes in Angriff nehmen. Und der T39 ist definitiv eine versteckte Perle im Swissalpine-Laufangebot, das Lauferlebins war einmalig, das darf man sich ruhig mal gönnen 🙂
Bericht von Adrian Rossi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.