Philip Falkner am Alpenbrevet 2018

Für Philip Falkner stand dieses Weekend der Saisonhöhepunkt auf dem Programm, und zwar das Alpenbrevet Gold. 160 Kilometer, 5’094 Höhenmeter und 4 Alpenpässe per Velo warteten auf Philip. Die Wettervorhersage für letzen Sonntag war nicht gut, rund 1/3 der gemeldeten Athleten verzichteten auf den Start. Doch Philip war fest entschlossen und liess sich den Start nicht nehmen.

Philip hatte sich nur gut ein Jahr auf das Alpenbrevet vorbereitet und freute sich auf den Start. Sein Ziel war klar ein Platz unter den Top Ten, das sollte dieses Jahr drin liegen.

Der Start war in Andermatt. Von dort aus ging es auf nasser Strasse bis nach Wassen. Bis dort war die Zeit neutralisiert und das Rennen ging erst jetzt richtig los. Die ersten 18 Kilometer auf den Sustenpass liefen Philip sehr gut. Er hatte sich für den Susten 80 Minuten vorgenommen, war aber schon nach 71 Minuten oben. Es ist selbstredend, dass ihm das Auftrieb gab. Die Abfahrt verlief gut, er hatte trotz widrigen Bedingungen keine Probleme. Der zweite Aufstieg auf den Grimsel dauerte 25 Kilometer an, dort war er etwas langsamer als geplant.

Er wollte den Grimselpass in 90 Minuten fahren, brauchte für den Anstieg aber 97 Minuten. Doch er liess sich nicht beirren und fuhr weiter. Mit der Ernährung war Philip super im Plan, 4 Flaschen isotonische Getränke und 7 Gels waren weg. Die Abfahrt nach Ulrichen konnte er mit einem zweiten Athleten zusammen fahren. Es lief ihm sehr gut. Doch der nächste Aufstieg liess nicht lange auf sich warten. Der nächste Pass war der Nufenen, dessen 14 Kilometer Philip in 65 Minuten fahren wollte. Er benötigte 3 Minuten länger, war aber zufrieden und hatte keine Krämpfe. Die Abfahrt durchs Bendrettotal nach Airolo machte Philip alleine und gab wiederum Vollgas. Hier wartete ein feines Sandwich, doch Philip brachte dies nicht runter. Dafür gab es ein erfrischendes Red Bull, was ihm nochmals Schub gab für den Gotthardpass. Der vierte und letzte Pass an diesem Tag. Der Anstieg führte über die alte Passtrasse, die berühmte Tremola. Jetzt hatte auch noch der Wind angezogen, leider nicht von hinten, sondern von vorne. Doch nach dem ersten Kilometer war Philip überzeugt, dass er in der zweiten Hälfte noch aufdrehen könne. Nach 4 Kilometern wurde es langsam hart und Philip musste kämpfen. Nach 68 Minuten hatte er den Gotthard bezwungen und war glücklich darüber. Jetzt wartete nur noch die Abfahrt ins Ziel nach Andermatt auf Philip. Nach sagenhaften 6 Stunden und 43 Minuten war Philip im Ziel. Das ist der 8 Schlussrang Overall und bestplatzierter Schweizer. Philip ist zufrieden und wir sind begeistert! Wir finden das eine sensationelle Leistung. Herzliche Gratulation, Philip.

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