SST = SwissTrailTour oder sympathisch – traumhaft – tough

Dieser 3-Tages-Event – wobei auch nur an einzelnen Tagen gestartet werden konnte – feierte Ende September seine Premiere. Austragungsort, d.h. Start und Ziel waren auf der Lenk.

Beim Briefing am Donnerstagabend in der Turnhalle wurde klar, das wird ein überschaubarer, fast familiärer Anlass mit insgesamt knapp 400 Teilnehmenden, davon die meisten nur am Sonntag. Los ging’s am Freitagmorgen. Um 9 Uhr starteten die Ultra-Läufer und ich bei den Tour-Läufern 20 Minuten später. Das Wetter war ein Traum: blauer Himmel und ideale Temperaturen. Die ersten drei Kilometer waren flach und anschliessend ging es hoch oder runter immer zwischen 1‘000 und 2‘100 Meter über Meer. Ein Highlight waren die Gryden. Eine unglaublich tolle Kraterlandschaft. Beim Talwärtslaufen nahm ich bewusst etwas Tempo raus, denn ich wollte meine Beine nicht bereits am ersten Tag zu stark belasten. Nach 3 Stunden und 49 Minuten durfte ich das erste Erdinger im Ziel geniessen. 30 Km und 1‘500 Höhenmeter waren geschafft.

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Vor dem Samstag hatte ich am meisten Respekt. Es standen knapp 40 Kilometer und 2‘000 Höhenmeter auf dem Programm. Vor und während dem Lauf gab es immer wieder sympathische Kurzkonversationen mit anderen Teilnehmenden, denn man kannte sich ja bereits. Dazu gehörte auch mal eine Läuferin an die Hand zu nehmen, da sie an einzelnen Stellen mit der Höhenangst kämpfte. Der erste Berg war bald bezwungen und Matten erreicht. Verpflegungsposten und die Unterstützung der Familie gaben Energie für die nächsten 1‘000 Metern aufstieg. Jetzt war definitiv klar, welchen Zweck all die Hügelläufe und Alpenzeiger im Training verfolgten 😉 Der Abstieg ging deutlich einfacher. Doch die letzten 5 Kilometer auf der Fläche waren eine reine Kopfsache, denn Kraft und Kondition hatte ich irgendwo am Berg gelassen. Umso grösser waren die Freude und Glücksgefühle beim Zieldurchlauf begleitet von Joël und Lea! Meine Garmin zeigte 5 Stunden und 5 Minuten.

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Im Vergleich zu den Vortagen war der Sonntag keine grosse Sache mehr: 10 Kilometer und etwas mehr als 500 Höhenmeter. Doch die beiden ersten Tage hatten auch Spuren hinterlassen. So fiel mein Einlaufen sehr kurz aus, dafür nutze ich den Dul-X Spender ausgiebig. Zum Glück konnte ich an den Vorabenden ausgiebige Massagen geniessen. Nochmals fantastisches Wetter geniessen, eine herrliche Bergkulisse mit Bergbächen und Wasserfällen und nach 1 Stunde und 3 Minuten erreichte ich das Ziel auf der Ifigenalp – geschafft.

Swiss Trail Tour Stefan Wettstein

Es dauerte noch einige Zeit bis ich realisierte, was ich in den letzten drei Tagen alles erleben durfte. Möglich war dies Dank der grossen Unterstützung von meiner Familie und natürlich den beiden Nadines! Ein riesiges Merci für all die motivierenden Worte, die ambitiösen Trainingspläne und die professionelle Begleitung.

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