TRIcamp Mallorca – Ines‘ Rückblick

„Nie werde ich mich mit einem Selfie-Stick fotografieren lassen“, hat Jonas gesagt. Ja, der Selfie-Stick. Er sorgte für so manchen Lacher. Ihr wisst ja, wie ein solches Gerät aussieht. Habt ihr euch schon mal überlegt, wie dieser auf dem Rennvelo zu transportieren ist?

Diese Rennvelos sind ultraleicht und sollen überdies so aerodynamisch wie möglich sein. Da kann man unmöglich eine Selfie-Stick-Halterung anbringen. Es würde auch überhaupt nicht gut aussehen. Und die Rückentaschen an diesen schneidigen Trikots sind auch viel zu klein dafür. Was nun?

Mein Rennvelo, stylish in den Farben von crossfirecoaching, liess mich streckenmässig nie im Stich. Es konnte ja nichts dafür, dass man ihm einen unbequemen Sattel verpasste. So wurde es wohl oder übel zum Satteltester. Am dritten Tag hatte es den passenden gefunden. Ich glaube es war auch zufrieden, denn mein schmerzhaftes „Aua“ beim Hinsetzen und bei jeder Unebenheit vom Bodenbelag, hatte es in seiner Fahrdynamik schon etwas gestört.

Wisst ihr was eine „Sport Outdoor Powercreme“ ist, und was ihre Vorteile sind? Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal daran gedacht, dass es so etwas gibt und man dies lieber zum Rennvelofahren anwendet. Ich dachte mir: „Wau, jetzt fahre ich mit Hirschtalg und Bienenwachs am Po Rennvelo. Aber wenn dies Wundreiben, Schwielen und Blasen verhindert, soll es mir recht sein.“ Man kann ihr aber auch ganz einfach „Gesässcreme“ sagen, tönt einfach etwas weniger schneidig. So nennen wir sie ab jetzt „Sport Outdoor Powercreme“, wollen wir alle doch powermässig unterwegs sein.

So haben mich der Selfie-Stick, natürlich mein Natel – was auch eine Herausforderung war zu transportieren, man gedenke den zu kleinen Taschen an den Trikots – mein bequemer Sattel und die Sport Outdoor Powercreme auf unseren Ausfahrten begleitet. Ganz behutsam führten uns the Nadine’s auf immer längere Touren. Zuerst 60 Km, dazwischen eine kürzere Strecke mit 30 Km und dann 80 Km. Wir übten auch das sogenannte Koppeltraining. Anders gesagt wir versorgten unsere Rennvelos, schlüpften in unsere Laufschuhe und ohne Pause ging es auf die Laufstrecke. Meine Motivation, um mich so zu quälen? Als Duathlon-Rookie dachte ich immer an die bevorstehenden Rennen.

Als persönlicher Höhepunkt nehme ich die 104 Km Rennvelodistanz zum Kloster Lluc auf 500 m Höhe im Tramuntana Gebirge im Nordwesten Mallorcas, 3 x 15 Minuten Kraftausdauer am Berg und ein Total von 1000 Hm mit nach Hause. Meine Motivation? Der Möhrlialp-Duathlon.

Was mich an jenem Tag aber am meisten beeindruckt hat, war die Begegnung mit dem beinamputierten Sportler, der sein spezielles Bike nur mit seiner Armkraft den Berg hoch trieb.

Die vier Tage gingen schnell vorbei und ich stand schon wieder am Flughafen mit vielen Lauf- und sehr vielen Velokilometern in den Beinen, tollen Erlebnissen in der Erinnerung, der Erkenntnis, dass die Putzfraueninsel – so wird Mallorca auch genannt – sehr schön ist und mit vielen Selfie-Stick Fotos im Gepäck.

Zum Glück hatte ich eine Bauchtasche dabei, die gross genug war, um eben diesen Selfie-Stick und das Natel auf dem Rennvelo zu transportieren. So entstand auch für Jonas sein erstes Selfie mit einem Selfie-Stick.

Herzlichen Dank an alle, die meine vier Tage im TRIcamp (8.-15. April 2017) auf Mallorca zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

Ines

Da sind einige Fotos, die mit dem Selfie-Stick entstanden sind:


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